Langmatz gewinnt den Deutschen Materialeffizienz-Preis 2009

Großer Erfolg für die Langmatz GmbH aus Garmisch-Partenkirchen.

Beim diesjährigen Wettbewerb zum Deutschen Materialeffizienzpreis 2009, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgeschrieben war, gewann die Langmatz GmbH aus Garmisch-Partenkirchen als einziges bayerisches Unternehmen zusammen mit drei weiteren mittelständischen Unternehmen und einer Forschungseinrichtung.

Die eingereichten Beiträge wurden von einer Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft unter der fachlichen Leitung der Bundesanstalt für Materialforschung und –Prüfung bewertet. Bewertet wurden nachweisbare und nachhaltige Steigerungen der Materialeffizienz durch betriebliche Innovationen und Maßnahmen. Einführung neuer Prozesse, Optimierung von Produktionsprozessen, Material- und Kostenreduzierung sind nur einige Punkte.


Langmatz, ein Unternehmen in Garmisch-Partenkirchen, das als Nischenanbieter für Infrastrukturprodukten eine nationale und internationale Spitzenposition einnimmt, entwickelt, fertigt und vertreibt innovative Systeme für die Märkte Energieversorgung, Telekommunikation und Verkehrstechnik. Als verlässlicher und kompetenter Partner bietet Langmatz kundenspezifische Systemlösungen und die Lieferung qualitativ hochwertiger Produkte Made in Germany. Ein umweltverträglicher und die Ressourcen schonender Materialeinsatz prägt die gesamte Fertigung.

Durch stetes Wachstum wird zur Herstellung der Kunststoffprodukte jährlich mehr Granulat benötigt. 2008 lag der Bedarf bei rund 1.500 Tonnen Polycarbonat. Das Rohmaterial wurde in früheren Jahren von vielen unterschiedlichen Lieferanten bezogen. Vor allem in den Sommermonaten waren Lieferengpässe, große Kostensteigerungen und Qualitätsprobleme die Folge.

In mehreren Schritten wurde in neue Technologien im Haus investiert, um sich von diesen Abhängigkeiten zu lösen. Die Gesamtinvestitionen betrugen mehr als 1 Mio. Euro.
Durch den Einsatz einer Schredder-Mühlen-Anlage mit nachgeschaltetem Compounder kann das benötigte Granulat nun im Recyclingverfahren im eigenen Haus produziert werden. Jetzt werden
Ausschussteile von der Automobilindustrie und Kunststoffabfälle, getrennt nach Farbanteilen, geschreddert, gemahlen und compoundiert.

Gleichzeitig werden eigene Teile aus Produktionsrücklauf bzw. von Kundenrücklieferungen diesem Recyclingprozess zugeführt. Der gleichzeitige Einsatz eines Handlingroboters in der Kunststofffertigung gepaart mit gleichbleibender Materialqualität garantiert zusätzliche jährliche Kosteneinsparungen im sechsstelligen Bereich.

Im Rahmen der Fachkonferenz „ Mit Effizienz gewinnen. Erfolgreich Material und Energie sparen“ durften Dr. Andreas Hunscher und Karl-Otto Schmid Anfang Dezember diesen Preis für Langmatz im Wirtschaftsministerium in Berlin aus den Händen von Staatssekretär Jochen Homann in Empfang nehmen. Damit wird das langjährige Engagement aller Kolleginnen und Kollegen von höchster Stelle ausgezeichnet.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Geschäftsleitung vollständig an die gesamte Belegschaft weitergegeben, um sich damit für die großartige Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht nur in der Entwicklung der Recyclingprozesse, sondern im gesamten Unternehmen zu bedanken.

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DMEP_Presse

Preisverleihung in Berlin

von links: Karl-Otto Schmid, Dr. Andreas Hunscher, Moderatorin Conny Czymoch

 

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