IHK vergibt Auszeichnung für engagierte Berufsausbildung an Langmatz

Industriemechanikerin schließt Prüfung mit Note Eins ab

10. 12.2018
Einer von rund 9.200 Ausbildungsbetrieben in Oberbayern ist die in der Marktgemeinde ansässige Langmatz GmbH. In diesem Jahr hat die IHK für München und Oberbayern das auf Kunststoff und Metallverarbeitung spezialisierte Unternehmen mit dem Prädikat „IHK-Ausbildungsbetrieb 2018 – Hier wurde ein Einser-Azubi ausgebildet“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird erst seit dem vergangenen Jahr von der IHK an diejenigen Firmen vergeben, die durch engagierte Berufsausbildung auf sich aufmerksam machen.

Entscheidendes Kriterium für die Vergabe ist, dass Auszubildende bei der Abschlussprüfung mit der Note Eins abgeschlossen haben. Und das war bei Langmatz heuer der Fall: Bei den Sommerprüfungen 2018 schloss Melanie Brennauer ihre IHK-Prüfung zur Industriemechanikerin mit der Note „sehr gut“ ab. Ihre Ausbildungszeit wurde sogar um ein halbes Jahr verkürzt, weil sie so gut war. Was positiv klingt, bedeutete gleichzeitig mehr Druck für die junge Frau, denn dadurch musste sie mehr Lernstoff in kürzerer Zeit bewältigen. „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung durch die IHK. Diese verdanken wir den wirklich herausragenden Leistungen von Frau Brennauer. Und auch ihren Ausbildern, Herrn Strohmaier und Herrn Haser, gilt unser Dank. Die beiden haben durch ihr fundiertes Fachwissen und ihr Engagement einen großen Anteil an diesem Erfolg“, äußerte sich Angelika Schubert, Ausbildungskoordinatorin bei Langmatz, erfreut. Im Rahmen der Ehrung in der Unternehmenszentrale überreichte Jens Wucherpfennig, Leiter der IHK Geschäftsstelle Weilheim, die Auszeichnung in Anwesenheit von Melanie Brennauer und ihren Ausbildern. Laut IHK schlossen von den bundesweit 4610 Industriemechanikern, die im Sommer 2018 ihre Prüfung gemacht haben, 798 mit „sehr gut“ ab. In Oberbayern waren es in diesem Jahr 36 Azubis mit Einser-Schnitt – darunter mit Melanie Brennauer zwei Frauen.

Das Berufsbild Industriemechaniker/in

Bei der Ausbildung zum Industriemechaniker bei Langmatz geht es darum, Komponenten von Systemlösungen oder Vorrichtungen und Werkzeuge für die Produktion herzustellen. Dabei

werden Fertigungsverfahren wie Sägen, Fräsen, Drehen, Lasern, Biegen, Stanzen und Schweißen verwendet. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Voraussetzung ist ein Hauptschulabschluss oder Mittlerer Bildungsabschluss. Zu den Ausbildungsinhalten gehört das Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen, das Herstellen und Montieren von Bauteilen und Baugruppen, das Prüfen von Systemen, Bauteilen und Einrichtungen sowie das Sicherstellen der Betriebsfähigkeit von technischen Systemen und Steuerungstechnik.

(v.l.) Peter Eisenhofer, Jens Wucherpfennig (Leiter IHK Geschäftsstelle Weilheim), Dr. Matthias Schweicher, Melanie Brennauer (Einser-Absolventin Industriemechanikerin), Claus Strohmaier, Robert Fischer, Franz Haser und Angelika Schubert (Koordinatorin Ausbildung)