Langmatz erhält Ernst-Pelz-Umweltpreis für neuen Werkstoff ecopolytec

14. Juli 2017
Kabelschacht aus ecopolytec mit hohem Holzanteil überzeugt Preiskuratorium
Dass moderne, innovative Unternehmen des Mittelstands mit ihrer intensiven Forschungsarbeit entscheidende Impulse für Ökologie und technologische Entwicklungen geben, hat erneut die Langmatz GmbH aus Garmisch-Partenkirchen bewiesen. Bei einem Staatsempfang mit rund 400 Gästen zum 25-jährigen Jubiläum von C.A.R.M.E.N. e.V verlieh Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, den diesjährigen Ernst-Pelz-Preis für die Entwicklung und Markteinführung eines mit nachwachsenden Rohstoffen geschäumten Kabelschachtes an die Langmatz GmbH.

Mehr Informationen zu den Preisträgern 2017:  http://ernst-pelz-stiftung.de/preistraeger


Preis für das erste ökologische und nachhaltige Schachtsystem
Staatsministerin Ilse Aigner lobte in ihrer Preisrede die wichtige und erfolgreiche Forschung der Langmatz GmbH. Der neu entwickelte Werkstoff besteche nicht nur durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe, sondern auch durch eine hohe Qualität. Stephan Wulf, Vorsitzender der Geschäftsführung von Langmatz, bedankte sich für die bedeutende Auszeichnung, die das Unternehmen motiviert, das Potenzial umweltschonender Materialien weiter voranzutreiben. Im Anschluss an die Preisverleihung richteten Peter und Jochen Pelz von der Ernst-Pelz-Stiftung ein Geleitwort an die Gäste. Die Forschung halte vieles für künftige Generationen bereit, so Jochen Pelz. Diese Ideen fördere der Ernst-Pelz-Preis.

Engagement für eine moderne, nachhaltige Infrastruktur
Der von Langmatz in sechsjähriger Forschungsarbeit entwickelte Werkstoff „ecopolytec“ ist ein strukturgeschäumtes WPC-Material (WPC: Wood Polymer Composites), das mit einem Anteil von 45 Prozent Holz zu einem Großteil aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Durch das ecopolytec wird CO2 über Jahrzehnte gebunden. Dieser materialtechnologische Fortschritt machte es möglich, unter Einhaltung aller Anforderungen hinsichtlich Festig- und Langlebigkeit, die erste ökologische Lösung für einen Kabelschacht zu entwickeln, der ideal für den Ausbau schneller Glasfasernetze eingesetzt werden kann.

Bei einem Einsatz von 60 Kabelschächten, die für ein Glasfasernetz in einer kleineren Stadt benötigt werden, kann gegenüber herkömmlichen Kunststoffen mit dem neuen Material ecopolytec die CO2 Belastung eingespart werden, die ein PKW bei einer Fahrt um die Erde erzeugt.

Die Ernst-Pelz-Stiftung übernimmt seit 1992 die Vergabe eines Preisgeldes in Höhe von 10.000 Euro in Kooperation mit C.A.R.M.E.N. e. V., dem Centralen Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk mit Sitz am Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe KoNaRo in Straubing.
 
Verleihung des Ernst-Pelz-Umweltpreises durch Frau Staatsministerin Aigner

Preisübergabe (v.l.): Jochen Pelz, Peter Pelz, Ilse Aigner, Stephan Wulf und Josef Lohr von Langmatz (Bildquelle: Barbara Rötzer)