Langmatz Unternehmensgeschichte
1963–2025
1963 - Gründung
Im Oktober 1963 wurde die LIC Langmatz Industrie Chemie offiziell in Garmisch-Partenkirchen gegründet. Auf einem 10.000 m² großen Grundstück an der Loisach entstanden ein Werksneubau und ein Wohnhaus für Mitarbeiter. Mit sechs Mitarbeitenden begann die Produktion von Zulieferteilen für andere Firmen. Bereits in dieser frühen Phase zeichnete sich ab, dass die Nähe zum Kunden und das Verständnis für deren Anforderungen zu den Grundwerten des Unternehmens zählen würden.

1964–1970 – Erste Produkte und Werkserweiterung
1964 brachte Langmatz das erste eigene Produkt auf den Markt – eine Abdeckung für Reihenklemmen. In den folgenden Jahren wurde das Portfolio um Sicherungskästen für Lichtmaste, Erdkabelabdeckplatten, Zahlentafeln und weiteres Zubehör für die Elektrotechnik erweitert. Die enge Zusammenarbeit mit Energieversorgern wie den Isar-Amperwerken ermöglichte es, Produkte direkt auf Basis konkreter Praxiserfahrungen zu entwickeln. Schon damals zeigte sich die Stärke von Langmatz in der Entwicklung technischer Lösungen für die Energieverteilung – ein Kompetenzfeld, das über Jahrzehnte hinweg stetig ausgebaut wurde.

1971–1980 – Einstieg in die Verkehrstechnik
Langmatz erweiterte sein Produktspektrum um Leuchten für historische Stadtbilder (Altstadtleuchten) und moderne Straßenbeleuchtung. 1975 wurden erste Schaltschränke gefertigt, die sich rasch in der Energieverteilung etablierten. Der intensive Austausch mit Stadtwerken und Kommunen spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Einrichtung eines mechanischen Prüflabors im Jahr 1980 diente nicht nur der Qualitätssicherung, sondern ermöglichte auch die gemeinsame Produktvalidierung mit Kunden.

1981–1990 – Telekommunikation und Infrastruktur
Mit der Einführung von Fußgänger-Signalanforderungsgeräten, Signalgebergehäusen und akustischen Systemen stieg Langmatz in die Verkehrstechnik ein. In enger Abstimmung mit Kommunen, Verkehrsplanern und Behindertenverbänden entstanden barrierefreie Lösungen für den öffentlichen Raum. Parallel dazu entwickelte Langmatz robuste Gehäuse und Installationssysteme für die Telekommunikationsinfrastruktur – eine weitere strategische Säule des Unternehmens, die auf vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern basierte.

1991–2000 – Expansion und Digitalisierung
Die 1990er Jahre standen im Zeichen von Internationalisierung und Digitalisierung. Mit dem neuen Werk in Garmisch und der Gründung eines Tochterunternehmens in Tschechien schuf Langmatz die Grundlage für steigende Produktionsvolumen. Gleichzeitig wurde durch den Ausbau der Funkrundsteuertechnik ein weiterer Beitrag zur modernen Energieverteilung geleistet. Produkte wurden in enger Abstimmung mit Kunden aus dem Energie- und Telekommunikationssektor entwickelt, um passgenaue Lösungen für die Versorgungsinfrastruktur bereitzustellen.

2001–2010 – Neue Werke und Investitionen
Langmatz eröffnete das Werk II in Oberau und setzte auf moderne Fertigungsanlagen. Die Entwicklung von Systemlösungen für Glasfasernetze, Verteilerkästen und Außengehäuse profitierte vom engen Dialog mit Kommunen, Netzbetreibern und Energieversorgern. Der Aufbau eines Kundenschulungszentrums unterstützte diese Nähe zusätzlich. Erste Anwendungen für Elektromobilität wurden in direkter Rücksprache mit Partnern aus der Energiewirtschaft entwickelt. Die Umfirmierung zur Langmatz GmbH unterstrich den Wandel zum zukunftsorientierten Technologieunternehmen.

2011–2018 – Innovation und Wachstum
Langmatz positionierte sich als Innovationsführer in den Bereichen Telekommunikation, Verkehrstechnik und Energiemanagement. Die Entwicklung von „ecopolytec“, einem langlebigen und recycelbaren Werkstoff, erfolgte im ständigen Austausch mit Anwendern und Umwelttechnikern. Neue Marken wie „streamtec“ für Glasfaserlösungen spiegelten die Spezialisierung auf Breitband- und Datenverteilung wider. Der kontinuierliche Austausch mit internationalen Kunden ermöglichte maßgeschneiderte Lösungen – vom Netzverteiler bis zum Signalsystem.

2019–2024 – Digitalisierung und Zukunftsmärkte
Langmatz setzte auf digitale Prozesse und entwickelte u. a. einen Online-Schachtkonfigurator, der die individuelle Produktkonfiguration in Echtzeit ermöglichte – ein direktes Ergebnis des Dialogs mit Planern, Netzbetreibern und Kommunen. Neue Produktreihen für die Glasfaserinfrastruktur und Ladeinfrastruktur wurden in engem Schulterschluss mit Kunden und Partnern der Energiewirtschaft konzipiert. Mit der ETA-Zulassung für komplette Schachtsysteme wurde nicht nur ein technischer Meilenstein erreicht, sondern auch ein wichtiges Signal für Qualität und Kundenorientierung gesetzt.

2025 – Digitale Innovationen, Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur im Wandel
Langmatz setzt neue Maßstäbe in Digitalisierung, Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur. Im Fokus stehen praxisnahe, zukunftsweisende Produktentwicklungen sowie strategische Investitionen.
Telekommunikationsinfrastruktur
Der Gf-Unterflur-Netzverteiler EK881 und das Übergabesystem EK437 verbessern Glasfaseranschlüsse durch Sicherheit, Effizienz und einfache Integration in urbane Infrastrukturen. Sie wurden in enger Zusammenarbeit mit Netzbetreibern, Installateuren und Kommunen entwickelt.
Energieinfrastruktur
Mit dem Kunststofffundament EK980 und der Universalstele EK960 bietet Langmatz flexible Lösungen für Ladepunkte – kompatibel, normgerecht und wartungsfreundlich.
Ausblick in die Zukunft
Das neue Führungsduo plant eine umfangreiche Standorterweiterung. Mit Fokus auf Prozessoptimierung, Kundenorientierung und Zukunftssicherheit startet Langmatz in eine neue Ära. Die konsequente Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse bleibt dabei die Grundlage aller unternehmerischen Entscheidungen.